Augenklinik Potsdam

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PTK (Phototherapeutische Keratektomie)

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Hauptindikationen:

  1. Rezidivierende Hornhauterosio
  2. Oberflächliche Hornhautnarben

Mit Laserstrahlen werden nach Entfernen des Epithels oberflächliche Gewebeschichten abgetragen


Rezidivierende Hornhaut-Erosionen
Meist durch ein Bagatelltrauma (mit Fingernagel, Tannenzweig, o.ä.) mit einem kleinen Epitheldefekt der Hornhaut verursacht, reißt das Epithel in unregelmäßigen Abständen immer wieder auf. Diese Epitheldefekte bzw. Lockerungen verursachen oft über Tage oder Wochen unerträgliche Schmerzen. Salbenbehandlung oder Tragen einer Verbandslinse lindern nur vorübergehend.

Die großflächige Entfernung des (lockeren) Epithels mit anschließendem „Anrauen“ der Bowmanschen Membran mittels Excimerlaser führt zum festen Nachwachsen des Epithels. Die PTK gilt heute als die einzige stabile Behandlungsmethode bei rezidivierender Hornhauterosion.


Oberflächliche Hornhautnarben und Hornhautdegenerationen
Implantierte Vorderkammerlinse :: bandförmige Hornhautdegeneration
Implantierte Vorderkammerlinse :: bandförmige Hornhautdegeneration
Zentrale oder parazentrale Narben oder Trübungen können zu Sehminderung und verstärkter Blendung führen. Werden mit dem Laser flächig obere Schichten des Hornhautgewebes abgetragen und dabei die Trübungen mit entfernt, kann eine deutliche Verbesserung der Beschwerden oder des Visus erzielt werden. Der Abtrag darf max. 100 µm betragen und hat bei der PTK keine refraktive Zielstellung. Bei den Voruntersuchungen wird u. a. die Hornhautdicke gemessen, da auch hier Grenzwerte gelten.


Wie erfolgt die Behandlung?
Die PTK wird in örtlicher Betäubung durch Augentropfen durchgeführt. Spritzen sind nicht erforderlich. Zudem erhält der Patient ein leichtes Beruhigungsmittel. Zunächst wird das Hornhautepithel großflächig echanisch entfernt. Mit dem Laser wird nun unter dem Operationsmikroskop die Hornhautveränderung innerhalb weniger Sekunden berührungsfrei „abgeschliffen” (vgl. Abb. 1). Nach der Laserbehandlung wird eine therapeutische Kontaktlinse als „durchsichtiger“ Verband auf das Auge aufgelegt. Der Patient erhält für einige Tage Augentropfen.

Heilungsverlauf
Die Operationswunde heilt unter der Kontaktlinse innerhalb weniger Tage zu. Während dieser Zeit können manchmal z. T. stärkere Schmerzen trotz Verbandslinse auftreten. Das Sehen ist verschwommen. Diese Beschwerden klingen nach einigen Tagen ab.

Danach setzt eine zweite, langsame Heilungsphase ein, die bis zu sechs Monaten und länger dauern kann. In den ersten Monaten können leichte Hornhauttrübungen auftreten; das Auge ist dann besonders licht- und blendungsempfindlich. Das Führen eines Kraftfahrzeuges (vor allem im Dunkeln) und/oder die Berufsausübung können dadurch erschwert bzw. unmöglich werden. Eine Behandlung mit kortisonhaltigen Augentropfen ist erforderlich.
Diese Operation ist seit dem 1. Oktober 2007 eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Bis dahin mussten betroffene Patienten die Operationskosten selbst tragen. Nunmehr entstehen dem Patienten keine Kosten. Es muss auch kein Antrag an die Krankenkasse mehr gestellt werden.

Wir führen in unserem Haus die PTK seit 2001 mit großem Erfolg durch. Patienten mit rezidivierender Erosio sind danach beschwerdefrei. Dadurch bleibt ihnen eine langjährige Leidensgeschichte mit Schmerzen, Krankschreibungen, Medikamenten usw. erspart bzw. sind Patienten oft nach jahrelangen Beschwerden endlich von diesen Problemen erlöst worden. Bei Augen mit zentralen oberflächigen Hornhauttrübungen ist nach Gewebeabtrag meist ein Sehanstieg zu verzeichnen.

Patienten aus unserer Praxis werden bei auftretenden Beschwerden für eine in Frage kommende Laserbehandlung untersucht und es erfolgt eine Terminvergabe für die Operation. Patienten aus anderen Augenarztpraxen benötigen von ihrem Augenarzt eine Überweisung mit entsprechender Fragestellung. Eine Terminvereinbarung kann zeitnah erfolgen.
Bitte wenden Sie sich bei weiteren Fragen an unser Praxisteam oder die Klinik.