Der Begriff Keratokonus setzt sich zusammen aus keratos für "Horn" und konus für "kegelförmig" (griechisch). Unter Keratokonus versteht man die Vorwölbung der Hornhaut und die daraus resultierende Ausdünnung der Hornhaut.
Erste Symptome stellen sich vorwiegend mit der Pubertät oder im jungen Erwachsenenalter ein. Die Patienten bemerken zumeist eine zunehmende Sehverschlechterung und Sehschwankungen (verschwommenes oder verzerrtes Sehen) bzw. erhöhte Lichtempfindlichkeit, Blendung und das Wahrnehmen von Lichtringen um eine Lichtquelle. Es fällt eine fortschreitende Kurzsichtigkeit mit deutlicher Zunahme der Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) auf.
Der stabile Keratokonus kann bis zu einem gewissen Grad auch mit einer Brille ausgeglichen werden. Die Sehleistung kann aber durch die Anpassung formstabiler Kontaktlinsen angehoben werden. Die progressive Form kann bis zu einer bestimmen Phase ebenfalls mit einer formstabilen Kontaktlinse korrigiert werden. Nimmt die Vorwölbung der Hornhaut (Konus) immer weiter zu, können auch Kontaktlinsen nicht mehr getragen werden, da sie durch den starken Konus immer wieder herausfallen oder nicht vertragen werden. Einzige Therapieoption in diesem Falle war früher die Transplantation einer Spenderhornhaut. Dieser Eingriff ist jedoch eine Organverpflanzung, die neben den Risiken und Komplikationen auch einen langen Heilungsprozess nach sich zieht und eine zufrieden stellende Sehleistung häufig erst nach 2 Jahren erreicht werden kann.
Die Diagnose wird bei der Untersuchung der Augen unter mikroskopischer Vergrößerung gestellt. Der Spezialist kann hier die typischen Anzeichen (kegelförmige Vorwölbung der Hornhaut, Verdünnung der Hornhaut, Fältchen in der Hornhaut, Trübung) sehen. Zur Erkennung im frühen Stadium, sowie zur Sicherung der Diagnose und der Verlaufskontrolle werden zahlreiche Untersuchungen/ Messungen vorgenommen.




